Abdullâh ibn Dschahsch - Der Verstümmelte um Allâhs willen

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Der großartige Gefährte Abdullâh ibn Dschahsch  möge Allah mit ihm zufrieden sein, der Sohn der Tante des Propheten ( möge Allah mit ihm zufrieden sein und ihm Wohlergehen schenken) väterlicherseits und der Bruder von Zainab bint Dschahsch, der Ehefrau des Gesandten Allâhs ( möge Allah mit ihm zufrieden sein und ihm Wohlergehen schenken). Er gehörte zu den Ersten, die den Islâm angenommen hatten, denn er nahm den Islâm an, schon bevor der Prophet ( möge Allah mit ihm zufrieden sein und ihm Wohlergehen schenken) das Haus von Al-Arqam ibn Abû Al-Arqam betrat. 

Er wurde um Allahs willen gequält, bis er mit den anderen Muslimen zur Wahrung der Religion nach Abessinien auswanderte. Er sehnte sich aber wieder nach Makka und so kehrte er mit einigen anderen aus Abessinien zurück. Dort blieb er gegenüber den Unannehmlichkeiten standhaft, bis Allâh den Muslimen die Auswanderung nach Madîna erlaubte. Er wanderte unverzüglich aus, und ließ in Makka  ein großes Haus direkt an der Ka'ba zurück. Die Glaubensverweigerer eilten zu seinem Haus, verkauften es und nahmen den Erlös für sich. Als die Verwandten Abdullâhs dies erfuhren, waren sie davon schwer betroffen und sehr wütend; der Prophet ( möge Allah mit ihm zufrieden sein und ihm Wohlergehen schenken) beruhigte sie und bat Allâh, dass Er es ihnen durch ein besseres Haus im Paradies vergelte, und sie freuten sich sehr darauf.

Bei der Schlacht von Uhud kam Abdullâh mit Sa'd ibn Abû Waqqâs zusammen, um sich auf die Schlacht vorzubereiten, und sie beide richteten Bittgebete an Allâh, dabei bat Sa'd seinen Herrn, dass Er ihn auf einen besonders starken Mann treffen und ihn um Seinetwillen töten und Beute erwerben lasse; zu diesem Bittgebet von Sa'd sagte Abdullâh "Amin!". Er wandte sich dann an Allâh mit einem demütigen Bittgebet, in dem er sagte: "O mein Herr, lass mich auf einen Mann mit enormer Wut treffen, den ich um Deinetwillen bekämpfe und der mich bekämpft, tötet und meine Nase und meine Ohren abschneidet. Wenn ich Dich am folgenden Tag [am Auferstehungstag] treffe, wirst Du fragen: »Wer hat dir deine Nase und deine Ohren abgeschnitten?« Und ich werde antworten: »Um Deinetwillen und um des Gesandten willen.« Und Du wirst dann sagen: »Du hast die Wahrheit gesagt.«" Zu diesem Bittgebet von Abdullâh sagte Sa'd "Amin!". Dann brachen beide zum Schlachtfeld auf. Allâh der Erhabene wusste von seiner Aufrichtigkeit und seinem ehrlichen Wunsch, um Seinetwillen als Märtyrer zu sterben und so erhörte Er sein Bittgebet. Er kämpfte um Allâhs willen und zeigte Tapferkeit und Mut, sodass sein Schwert im Kampf gegen die Glaubensverweigerer zerbrach. Und so gab ihm der Gesandte ( möge Allah mit ihm zufrieden sein und ihm Wohlergehen schenken) eine Palmenrispe, und diese schwache Palmenrispe wandelte sich in seiner Hand in ein scharfes Schwert um, mit dem er die Feinde bekämpfte. Nach langem Kampf ließ Allâh ihn als Märtyrer sterben, da einer der Glaubensverweigerer ihn angriff und mit dem Schwert stark schlug. Er starb daran, woraufhin dieser Glaubensverweigerer ihm Nase und Ohren abschnitt. Deswegen nannte man ihn den um Allâhs willen Verstümmelten. Als Sa'd ibn Abû Waqqâs ihn so sah, sagte er: "Sein Bittgebet war besser als meins." Damals war er erst in den Vierzigern  möge Allah mit ihm zufrieden sein und er wurde neben dem Löwen Allâhs Hamza ibn Abdulmuttalib im selben Grab beerdigt, nachdem der Gesandte Allâhs ( möge Allah mit ihm zufrieden sein und ihm Wohlergehen schenken) für ihn das Totengebet verrichtet hatte.

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